Es war ein Fußballabend, an dem lange Zeit unklar war, ob die Partie überhaupt angepfiffen würde. Dauerregen hatte den Ascheplatz in Berg schwer gezeichnet; tiefe Pfützen machten ein kontrolliertes Flachpassspiel nahezu unmöglich. Dennoch entwickelte sich zwischen dem SV Berg/Freisheim und der SGL Heimersheim III ein torreiches Spektakel, dass die Gäste am Ende deutlich mit 2:7 (2:2) für sich entschieden.
In der Anfangsphase wirkten die Gastgeber wacher und passten sich den widrigen Bedingungen schneller an. Bereits in der 8. Spielminute brachte Hendrik Halfmann den SV Berg/Freisheim in Führung. Die SGL kämpfte sich jedoch mühsam in die Partie. In der 21. Minute nutzte Lino Arenz die schwierigen Platzverhältnisse: Seinen hart geschossenen Freistoß konnte der Berger Schlussmann auf dem nassen Untergrund nicht festhalten – Ausgleich.
Berg blieb gefährlich und ging in der 31. Minute durch Boris Leugoue erneut in Führung. Doch kurz vor der Pause schlug die SGL sehenswert zurück: Nach Vorarbeit von Luca Rausch setzte Marc Schönewald zu einem herausragenden Solo an der rechten Sechzehnerkante an und hämmerte den Ball unhaltbar zum 2:2 unter die Latte (41.).
Nach dem Seitenwechsel übernahm die SGL-Elf endgültig das Kommando. In der 58. Minute landete ein Einwurf von Leo Theis präzise bei Alessandro Moog, der nach einem kurzen Dribbling flach ins lange Eck zur ersten Führung vollendete. Nur fünf Minuten später die Vorentscheidung: Joshua Bouhlou steckte fantastisch auf Theis durch, der uneigennützig querlegte, sodass Moog nur noch zum 2:4 einschieben musste (63.).
In der Folge brachen bei den Gastgebern alle Dämme. Tom Sebastian nahm sich in der 66. Minute aus rund 20 Metern ein Herz und zirkelte den Ball mit seinem starken linken Fuß präzise ins untere Eck – ein Treffer Marke „Sonntagsschuss“ am Freitagabend. Besonders emotional wurde es in der 75. Minute: Leo Esser dribbelte sich stark aus der eigenen Abwehr bis in die gegnerische Hälfte und bediente Marius Kindel. Der Rückkehrer behauptete den Ball im Zweikampf gegen den Berger Innenverteidiger grandios und krönte sein Comeback mit dem Treffer zum 2:6.
Den Schlusspunkt einer einseitigen zweiten Hälfte setzte Cedric Lehmacher (82.). Nach einer schönen Kombination über die Station David Braun musste Lehmacher den Ball nur noch zum 2:7-Endstand über die Linie drücken. Dass der starke Berger Keeper kurz vor Schluss noch einen SGL-Elfmeter parierte, war lediglich Ergebniskosmetik in einem Spiel, das die Heimersheimer aufgrund ihrer Moral und Spielfreude hochverdient gewannen.